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Geschichtliche Entwicklung der Landesvertretung Bayern

Die Alevitische Gemeinde Deutschland ist bundesweit in die Landesvertretungen Baden Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Norden aufgeteilt. Die Landesvertretungen wählen jeweils ihre eigenen Landesvorstände und –ausschüsse. Diese Organisationsform existiert seit Januar 2003. Zuvor existierte eine Koordinationsstelle, die von einem Vorstandsmitglied der Alevitischen Gemeinde Deutschland geführt wurde.

Der Landesvertretung Bayern gehören derzeit 20 Alevitische Gemeinden an. Die Organisation der in Bayern lebenden Aleviten ist auf die zweite Hälfte der 1980er Jahre zurückzuführen. Die ersten Vereine wurden in München, Ingolstadt und Nürnberg gegründet. Der Zusammenschluss von sieben bundesdeutschen Vereinen zur „Föderation Alevitischer Gemeinschaften in Deutschland“ (Almanya Alevi Cemaatleri Federasyonu) am 17. Januar 1991 legte den Baustein für weitere Gründungen. Die Alevitischen Gemeinden Neufahrn, Augsburg, Ingolstadt usw. entstanden in dieser Zeit.

Am 2. Juli 1993 überfielen islamistische Fundamentalisten in der zentralanatolischen Stadt Sivas ein alevitisches Kulturfestival und steckten ein Hotel in Brand, in dem sich zahlreiche Teilnehmer der Veranstaltungen befanden. 35 Menschen, darunter viele berühmte Dichter, Schriftsteller und Künstler, kamen qualvoll in diesem Hotel um. In Folge dieses Ereignisses traten in Deutschland und auch in Bayern Hunderte von Aleviten den Vereinen bei und zahlreiche neue Vereine wurden gegründet.

Folgende Gemeinden gehören der Landesvertretung Bayern an: Augsburg, Günzburg, Hof, Ingolstadt, Krumbach, Landshut, Mainburg, München, Neufahrn, Nürnberg, Plattling, Regensburg, Rosenheim, Röthenbach, Schweinfurt. Mit unseren Gemeinden erreichen wir aktuell ca. 7.000 – 9.000 Aleviten in Bayern.

Durch die Satzung der Alevitischen Gemeinde Deutschland hat die Landesvertretung Bayern die Aufgabe, die Interessen der Aleviten und Alevitischen Gemeinden in Bayern gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik zu vertreten und ihre Arbeiten, Aktivitäten zu bündeln und in Öffentlichkeit zu tragen.